125 Jahre frischli: Familienmolkerei feiert Jubiläum im Jahr 2026

Jubiläum 2026: 125 Jahre frischli seit der Gründung im Jahr 1901. Logo: @ frischli
Redaktion 17.02.2026 AKTUELLES  |  News

Die frischli Milchwerke feiern 2026 ihr 125-jähriges Bestehen. Das 1901 gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Rehburg-Loccum verarbeitet heute rund zwei Millionen Kilogramm Milch pro Tag und ist im Foodservice Marktführer für servierfertige Puddinge.

2026 feiern die frischli Milchwerke ihr 125-jähriges Bestehen. Das Unternehmen wird in vierter Generation geführt und beliefert Handel, Foodservice und Industrie mit haltbaren und frischen Molkereiprodukten sowie pflanzlichen Alternativen.

Vier Generationen und gewachsene Strukturen

Geschäftsführender Gesellschafter ist Dr. Timo Winkelmann, Urenkel eines der Gründer. Von den beiden weiteren Gründerfamilien Holtorf und Schäkel sind die Urenkel Hans Holtorf und Lars Schäkel im Jahr 2021 als geschäftsführende Gesellschafter ausgeschieden und seitdem im Aufsichtsrat aktiv.

Die Wurzeln des Unternehmens reichen zurück zur Gründung der Friller Molkerei durch Hermann Schäkel im Jahr 1901. In den folgenden Jahrzehnten kamen acht weitere Molkereien hinzu, darunter die Zentral-Molkerei Rehburg, die vom späteren Schwiegersohn H. Holtorf übernommen wurde. Mit der Hochzeit von Änne Winkelmann und Hermann Schäkel im Jahr 1933 wurden die Molkereifamilien Holtorf, Schäkel und Winkelmann vereint – ein wesentlicher Schritt hin zum Zusammenschluss der Privatmolkereien in den 1960er Jahren zu den frischli Milchwerken.

„Für uns stehen Kundenzufriedenheit und gleichbleibend hohe Qualität im Mittelpunkt“, betont Geschäftsführerin Kerstin Schmidt. „Das gelingt nur gemeinsam: Das vertrauensvolle und dauerhafte Miteinander von Milchlieferanten, Mitarbeitenden und Kunden ist seit jeher unser stärkster Erfolgsfaktor.“

Pro Tag verarbeitet frischli rund zwei Millionen Kilogramm Milch – über 960 Millionen Kilogramm im Jahr. „Mehr als 800 Milcherzeuger beliefern uns mit frischer Rohmilch“, ergänzt Dr. Timo Winkelmann. „Viele dieser Partnerschaften bestehen über Generationen hinweg. Oft haben schon die Väter und Großväter der Landwirte meinem Vater und Großvater Milch geliefert – und ähnlich ist es bei unseren Mitarbeitenden. Wir beschäftigen Großvater, Vater und Sohn – und diese vertrauensvolle Partnerschaft und Zuverlässigkeit ist seit 125 Jahren unser Erfolgsrezept.“ Diese langfristige Verbundenheit prägt die Identität des Unternehmens und macht seine Verlässlichkeit spürbar.

Heute produziert frischli neben dem Hauptsitz in Rehburg-Loccum zusätzlich an drei weiteren Standorten: Weißenfels in Sachsen-Anhalt, Eggenfelden in Bayern und Schöppingen in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen beschäftigt gut 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von aktuell über 800 Millionen Euro.

Foodservice, Puddingsortiment und Plant-based-Produktion

Bereits in den 1960er Jahren setzte frischli Maßstäbe mit Sahneprodukten für die Gastronomie. Ab 1973/74 folgten aseptische Verpackungen und eine breite Sortimentserweiterung mit Produkten wie Creme frischli sowie Kaffee- und Küchensahne.

Im Jahr 2000 führte das Unternehmen ein Puddingsortiment ein. Im Foodservicebereich hat sich frischli von einer traditionellen Molkerei zum Marktführer für servierfertige Puddinge entwickelt und bietet heute die größte Sortimentsbreite und -tiefe im Segment.

Weitere Meilensteine waren der Aufbau des Werks in Weißenfels ab 1990 – an diesem Standort wird auch heute noch die Milchquark-Mahlzeit Leckermäulchen produziert – sowie die Übernahme der auf Kaffeesahne spezialisierten Molkerei Huber im Jahr 1996, bis heute einer der größten Kaffeesahne-Produzenten Europas. Seit 2017 wird frischli zudem durch das Werk Wiesehoff in Schöppingen ergänzt; seit 2023 ist dort das frischli GASTRO Sortiment beheimatet.

Mit Blick auf die Zukunft investiert frischli in neue Technologien und Märkte. 2024 wurde gemeinsam mit dem Familienunternehmen Brüggen „The Oat Factory“ gegründet. In der neuen Plant-based Produktion in Rehburg-Loccum entsteht die hochwertige Haferbase für Produkte wie Hafer Drinks und Barista Varianten – auch in Bio-Qualität. Eine neu gebaute Hafermühle ermöglicht es, den gesamten Prozess von der Rohware bis zur Vermahlung und Herstellung der Haferbase unter einem Dach zu steuern.

Quelle: www.frischli-foodservice.de