DZG fordert 2026 als Jahr der wirtschaftlichen Stabilisierung für die Gastwelt

Dr. Marcel Klinge, Vorstandssprecher der DZG, sieht angesichts steigender Insolvenzen dringenden politischen Handlungsbedarf für die wirtschaftliche Stabilisierung der Gastwelt. Foto: © DZG
Redaktion 16.01.2026 MAGAZIN  |  Konzepte  |  AKTUELLES  |  News

Angesichts stark steigender Insolvenzzahlen mahnt die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) verlässliche politische Rahmenbedingungen an. Mit einem Belastungsmoratorium und der Beibehaltung der reduzierten Mehrwertsteuer soll Vertrauen in Gastronomie, Tourismus und Freizeitwirtschaft zurückgewonnen werden.

Die Zahl der Regelinsolvenzen ist im Dezember 2025 um 15,2 Prozent gestiegen. Für die DZG ist das nicht nur ein ökonomisches Warnsignal, sondern auch eine Gefahr für Beschäftigung, Investitionen und Konsum. „Insolvenzen verunsichern weit über die betroffenen Unternehmen hinaus Beschäftigte, Investoren und Verbraucher“, erklärt DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge. Die Politik müsse 2026 gezielt zur wirtschaftlichen Stabilisierung nutzen, fordert die Denkfabrik.

Belastungen aussetzen, Standort sichern

Die DZG spricht sich für ein Belastungsmoratorium aus, um zusätzliche Abgaben, neue Vorgaben oder kostensteigernde Regulierungen zumindest temporär auszusetzen. Nur so könnten Betriebe in der Gastwelt handlungsfähig bleiben - gerade angesichts steigender Energie- und Personalkosten sowie wachsender Bürokratie. Die Beibehaltung der reduzierten Mehrwertsteuer auf Speisen bewertet die Denkfabrik als wichtigen und notwendigen Schritt. Entscheidend sei jetzt, diese Entlastung nicht durch neue Belastungen zu konterkarieren. „Stabilisierung bedeutet nicht Stillstand“, betont Klinge. „Sie gibt Unternehmen den notwendigen Raum, sich anzupassen und wieder Perspektiven zu entwickeln“.

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