Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland lagen im November 2025 um 5,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Besonders pflanzliche Erzeugnisse wurden deutlich günstiger, während tierische Produkte differenziert verliefen.
Landwirtschaftliche Produkte wurden im November 2025 zu deutlich niedrigeren Preisen ab Hof verkauft als ein Jahr zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Erzeugerpreise insgesamt um 5,7 % unter dem Niveau von November 2024. Damit wurde erstmals seit Mai 2024 wieder ein Rückgang im Jahresvergleich bei den Preisen für tierische Erzeugnisse verzeichnet. Im Vergleich zum Oktober 2025 sank der Gesamtindex um 2,6 %. Die Veränderungsraten in den beiden Vormonaten hatten bei -1,7 % (Oktober) und +2,2 % (September) gelegen.
Starker Preisrückgang bei pflanzlichen Erzeugnissen
Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse lagen im November 2025 um 11,5 % unter dem Niveau des Vorjahres. Ein wesentlicher Treiber war erneut der Preisverfall bei Speisekartoffeln, die sich im Jahresvergleich um 45,6 % verbilligten. Auch im Vergleich zum Vormonat Oktober stiegen die Kartoffelpreise jedoch um 7,0 %. Die Preise für Gemüse sanken im Jahresvergleich um 7,3 %, insbesondere Kohlgemüse (-21,5 %), Tomaten (-17,8 %) und Eissalat (-16,3 %) waren günstiger. Preissteigerungen zeigten sich bei Champignons (+6,6 %) und Blumenkohl (+3,8 %).
Die Erzeugerpreise für Obst fielen im Vergleich zum November 2024 um 17,7 %, bei Tafeläpfeln sogar um 21,0 %. Getreide war 11,6 % günstiger, Handelsgewächse verbilligten sich um 3,9 %, darunter Raps mit -7,3 %. Auch die Preise für Futterpflanzen gingen um 7,2 % zurück. Einzige Ausnahme im pflanzlichen Bereich war Wein, dessen Preise um 1,8 % gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen.
Tierische Erzeugnisse: Uneinheitliche Entwicklung
Die Preise für Tiere und tierische Erzeugnisse insgesamt lagen im November 2025 um 2,3 % unter dem Vorjahresniveau. Dabei entwickelten sich einzelne Kategorien unterschiedlich: Die Preise für Tiere stiegen insgesamt um 3,3 %, insbesondere durch einen kräftigen Anstieg bei Rindern (+28,7 %) sowie bei Geflügel (+7,3 %). Innerhalb des Geflügelsegments stiegen die Preise für Enten und Puten um 15,2 %, bei Hähnchen um 2,6 %. Rückläufig waren hingegen die Preise für Schlachtschweine mit -13,3 %.
Milchpreise fielen im Jahresvergleich um 10,2 %, im Vergleich zum Vormonat Oktober 2025 sogar um 6,5 %. Die Preise für Eier stiegen im Vorjahresvergleich um 11,0 %.