Gastronomie setzt auf pflanzliche Alternativen in Großgebinden

Pflanzliche Proteine wie Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh und grünes Gemüse spielen in der modernen Gemeinschaftsverpflegung eine zunehmend wichtige Rolle. Foto: EyeEm Mobile GmbH / iStock / Getty Images
Redaktion 28.11.2025 MAGAZIN  |  Konzepte  |  Küchenmanagement  |  AKTUELLES  |  News

Laut einer aktuellen ProVeg-Umfrage rechnen acht von zehn Betrieben im Außer-Haus-Markt mit einer wachsenden Nachfrage nach pflanzlichen Alternativprodukten. Der Bedarf an Großgebinden ist hoch - gleichzeitig bleiben Preis und Nährwerte zentrale Kritikpunkte.

Der Bedarf an pflanzlichen Alternativen steigt, besonders in der Gemeinschaftsverpflegung. Das zeigt die aktuelle Bedarfsumfrage der Organisation ProVeg: 77 Prozent der befragten Betriebe rechnen mit wachsender Nachfrage. Besonders gefragt sind Milch-, Fleisch- und Hülsenfruchtalternativen - bevorzugt in Großgebinden von fünf bis zehn Kilogramm.


123 Betriebe nahmen an der Umfrage teil, die Mehrheit stammt aus Kita-, Schul- und Betriebsgastronomie. Viele Küchen versorgen täglich mehrere Tausend Tischgäste. Kleinpackungen gelten dabei als unpraktisch: Sie verursachen Müll, verlängern Arbeitsprozesse und erschweren eine verlässliche Speisenplanung. „Die Gastronomie berichtet von Müllbergen und nervenaufreibenden Glücksspielen. Nur wer die Gebindegrößen pflanzlicher Alternativen am tatsächlichen Bedarf ausrichtet und ihre Verfügbarkeit über längere Zeit garantiert, steht dem Außer-Haus-Markt als verlässlicher Partner zur Seite“, erklärt Stefanie Heutling, Senior Consultant Food Services bei ProVeg.
 


Verfügbarkeit, Preis und Zutaten entscheiden über den Erfolg

Als größte Hürde wird die Preisgestaltung genannt. Bei Milchalternativen sind nur 17,2 Prozent der Befragten zufrieden, bei Fleisch- und Wurstalternativen sogar nur 14,8 Prozent. Gleichzeitig zeigen sich viele Küchen offen für pflanzliche Produkte - sofern Preis und Planbarkeit stimmen. „Es gilt, pflanzliche Alternativen ausdrücklich als wirtschaftlichen Vorteil zu etablieren, damit die Gastronomie pflanzliche Speisen dank der notwendigen Kostensicherheit dauerhaft ins Angebot integriert“, so Heutling.

Auch bei den Nährwerten sehen die Betriebe Verbesserungsbedarf: Zwar schneiden viele Produkte bei Geschmack, Textur und Handhabung gut ab, doch lange Zutatenlisten sowie hohe Zucker- und Salzgehalte stoßen auf Kritik. ProVeg empfiehlt, durch transparentere Rezepturen und faktenbasierte Kommunikation über gesundheitliche Vorteile - etwa weniger gesättigte Fette und mehr Ballaststoffe - Vertrauen aufzubauen und die Akzeptanz weiter zu stärken.

Weitere Informationen zur Umfrage unter: www.proveg.de.