Mit dem ab Mai 2026 in Kraft tretenden Kurzzeitvermietungs-Datenaustausch-Gesetz (KVDG) erhalten Städte und Gemeinden erstmals europaweit harmonisierte Instrumente für den Umgang mit Kurzzeitvermietungen. Der Hotelverband Deutschland (IHA) begrüßt das Gesetz und legt begleitend praxisnahe Handlungsempfehlungen vor.
Die zunehmende Kurzzeitvermietung über digitale Plattformen verändert die Beherbergungslandschaft in deutschen Städten und Destinationen. Kommunen stehen vor der Herausforderung, Wohnraum wirksam zu schützen, Mietmärkte zu stabilisieren, Wettbewerbsverzerrungen zu reduzieren und zugleich qualitativ hochwertigen Tourismus zu sichern.
Das KVDG schafft die Voraussetzung für eine einheitliche digitale Registrierungs- und Dateninfrastruktur für Kurzzeitvermietungen. Städte und Gemeinden können damit künftig besser erkennen, wo Wohnraum dauerhaft dem Markt entzogen wird, und ihre Zweckentfremdungs- und Wohnraumschutzsatzungen zielgenauer ausrichten. Zudem stärkt das Gesetz die Durchsetzung gegenüber internationalen Plattformen und sorgt für mehr Transparenz im Beherbergungsmarkt.
„Mit dem KVDG bekommen die Kommunen endlich die Daten und Instrumente an die Hand, die sie für einen wirksamen Wohnraumschutz und für die Gewährung fairen Wettbewerbs benötigen. Jetzt kommt es darauf an, dass diese Chancen vor Ort auch konsequent genutzt werden. Unsere Empfehlungen sollen Kommunalpolitik und Verwaltung dabei unterstützen. Unsere Mitglieder wollen wir zugleich befähigen, auch diesbezüglich als kompetente Partner ihrer Städte aufzutreten“, erklärt Otto Lindner, Vorsitzender des Hotelverbands Deutschland (IHA).
Konkrete Empfehlungen für Praxis und Dialog
Die KVDG-Handlungsempfehlungen des Hotelverbands erläutern den europäischen und nationalen Rechtsrahmen und zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten der Kommunen auf – von Registrierungs- und Genehmigungssystemen über Kontrolle und Vollzug bis hin zu Fragen der Steuergerechtigkeit. Zudem bieten sie Argumentationshilfen für Gespräche mit Bürgermeister:innen, Ratsmitgliedern und Verwaltungsverantwortlichen.
Die Empfehlungen richten sich an kommunale Entscheidungsträger ebenso wie an Hoteliers, die den Dialog vor Ort aktiv mitgestalten wollen. Sie können auf der Webseite des Hotelverbands Deutschland (IHA) kostenfrei heruntergeladen werden.
„Regulierung ist kein Selbstzweck“, so Lindner weiter. „Ziel muss sein, Wohnquartiere zu stabilisieren, die Akzeptanz für Tourismus zu sichern und allen Marktteilnehmern gleiche Regeln zu geben. Wo Kommunen die neuen Instrumente klug einsetzen, werden sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die seriösen Anbieter von Beherbergungsleistungen profitieren.“
Quelle: www.hotellerie.de