Nachgefragt: Jörg Forderer über Wasseraufbereitung und polierfreie Gläser

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Redaktion 26.03.2026 MAGAZIN  |  Küchenmanagement  |  AKTUELLES  |  News

Glänzende, fleckenfreie Gläser sind ein Qualitätsmerkmal in der Gastronomie. Jörg Forderer, Leiter der Produktschulung bei der Winterhalter Deutschland GmbH, erklärt, warum die Wasseraufbereitung dabei eine entscheidende Rolle spielt und welche Faktoren beim Gläserspülen zusammenspielen müssen.

KÜCHE: Herr Forderer, Gläser gelten als Visitenkarte eines gastronomischen Betriebs. Stimmen Sie zu?
Jörg Forderer: Absolut. Perfekt gespülte Gläser haben einen großen Einfluss auf die Wahrnehmung des gedeckten Tisches. Sie können Gäste begeistern – oder den Genuss von Anfang an beeinträchtigen.

KÜCHE: Ist es tatsächlich so schwierig, Gläser brillant glänzend auf den Tisch zu bringen?
Jörg Forderer: Das Gläserspülen ist die Königsdisziplin beim Spülen. Wenn jedoch alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind, kommen die Gläser polierfrei aus der Spülmaschine.

Zusammenspiel aller Faktoren entscheidend

KÜCHE: Was verstehen Sie unter diesem „System“ konkret?
Jörg Forderer:  Die Grundlage bilden vier Faktoren: Spülmaschine, Wasseraufbereitung, Spülchemie und der passende Korb. Nur wenn diese Komponenten perfekt zusammenspielen, lassen sich saubere, trockene und glänzende Gläser erzielen. Deshalb empfehlen wir ganzheitliche Lösungen aus einer Hand.

KÜCHE: Sie liefern also nicht nur die Spülmaschine, sondern kümmern sich auch um die Wasseraufbereitung?
Jörg Forderer:  Genau. Neben der Maschinentechnik ist die Wasseraufbereitung ein zentraler Faktor. Für gleichbleibend perfekte Spülergebnisse ist die Wasserqualität entscheidend. Professionelle Aufbereitung verhindert Kalkablagerungen, Schlieren und Flecken zuverlässig.

Umkehrosmose sorgt für streifenfreie Ergebnisse

KÜCHE: Welche Art der Wasseraufbereitung empfehlen Sie?
Jörg Forderer:  Für das Gläserspülen setzen wir auf Umkehrosmose. Unsere Geräte filtern nahezu alle unerwünschten Inhaltsstoffe aus dem Wasser. Es gibt verschiedene Leistungsgrößen, je nachdem, wie viel aufbereitetes Wasser benötigt wird. Für Untertischspülmaschinen stehen zudem integrierte Lösungen zur Verfügung – ein Vorteil vor allem im platzkritischen Thekenbereich.

KÜCHE: Wie funktioniert die Umkehrosmose genau?
Jörg Forderer: Dabei wird Wasser unter Druck durch eine halbdurchlässige Membran gepresst. Gelöste Salze, organische Stoffe und andere Verunreinigungen werden zurückgehalten. Übrig bleibt nahezu reines Wasser, das keine Rückstände oder Flecken auf den Gläsern hinterlässt.


Der Beitrag basiert auf einem Interview aus KÜCHE, Ausgabe 8–9/2025.