Slow Food Messe Stuttgart 2026: Bio-Dorf, Fachprogramm und Ernährungswende im Fokus

Der "Markt des guten Geschmacks" gilt als zentrale Plattform für handwerklich erzeugte Lebensmittel und nachhaltige Ernährungskonzepte. Foto: © Ingo Hilger
Direkter Austausch und Verkostung prägen das Messekonzept. Foto: © Ingo Hilger
Redaktion 26.03.2026 MAGAZIN  |  Konzepte  |  AKTUELLES  |  News

Vom 9. bis 12. April 2026 findet in Stuttgart der „Markt des guten Geschmacks“ statt. Die Slow Food Messe erweitert ihr Angebot um ein Bio-Dorf, neue Dialogformate und zusätzliche Angebote für spezielle Ernährungsbedürfnisse.

Die Slow Food Messe 2026 in Stuttgart stellt handwerkliche Lebensmittelproduktion und nachhaltige Ernährungssysteme in den Mittelpunkt. Neben Produktpräsentationen bietet die Veranstaltung Raum für fachlichen Austausch zwischen Produzenten, Gastronomie und Verbrauchern sowie ein breites Programm aus Verkostungen und Informationsformaten. Neu sind unter anderem ein zentrales Bio-Dorf, ein Informationsstand der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG) sowie ein glutenfreier Caterer. Das Angebot umfasst ein breites Spektrum – von Backwaren, Fleisch und Käse bis hin zu Gewürzen, Feinkost sowie Wein und Bier. 

Bio bekommt eine eigene Bühne

Erstmals bündelt die Messe zertifizierte Bio-Angebote in einem klar abgegrenzten Bereich. Das Bio-Dorf dient als zentraler Anlaufpunkt für Orientierung, Beratung und Wissenstransfer. Ergänzend dazu sind weitere Anbieter in den Hallen 7 und 9 vertreten.

Mehr Austausch statt reiner Produktshow

Die Messe setzt stärker auf Formate, die den Dialog fördern. Beim „Treffpunkt Geschmack - Meet the Chef“ werden Herkunft, Reifung und Zubereitung von Lebensmitteln praxisnah vermittelt. Am Stand der Slow Food Chef Alliance sind zudem Mitmachangebote vorgesehen.

Mit der „Verabredung zum Essen“ am 10. April rückt ein kuratiertes Acht-Gänge-Menü aus Produkten der „Arche des Geschmacks“ in den Fokus. Parallel bietet die Vinothek mit rund 50 Weingütern und mehr als 150 Weinen einen strukturierten Zugang zum Thema Wein, ergänzt durch kompakte Seminare.

Rund 20 Vorträge und Gesprächsrunden auf der Forumsbühne greifen Themen wie Biodiversität, handwerkliche Qualität und transparente Wertschöpfungsketten auf und ordnen sie fachlich ein.


Von Ernährungstrends bis Nachwuchsförderung

Mit der Beteiligung der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft (DZG) wird das Thema glutenfreie Ernährung erstmals gezielt integriert. Ein ergänzendes gastronomisches Angebot im Außenbereich trägt dem ebenfalls Rechnung.

Darüber hinaus richtet sich ein Teil des Programms an Kinder und Jugendliche. In Workshops und Mitmachformaten werden Grundlagen zu Lebensmittelherkunft, Ressourcennutzung und nachhaltiger Ernährung vermittelt.

Zum sechsten Mal wird zudem der Ursula Hudson Preis verliehen. Ausgezeichnet werden Initiativen, die Impulse für eine nachhaltige Entwicklung entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette sowie in Politik und Bildung setzen.

Quelle: www.slowfood.de