Die fünf Wassergattungen erklärt

Wasser ist nicht gleich Wasser: Mineral-, Tafel-, Quell-, Trink-, und Heilwasser definiert. Foto: Pexels
Redaktion01.08.2023MAGAZIN

Mineralwasser stammt aus geschützten unterirdischen Wasservorkommen und muss direkt am Quellort abgefüllt werden. Seine Reinheit und Mineralstoffzusammensetzung müssen gesetzlich unverändert bleiben, wobei der Entzug von Eisen und die Zugabe von Kohlensäure erlaubt sind. Es ist das einzige amtlich anerkannte Lebensmittel in Deutschland, das durch strenge Kontrollen gleichbleibende Qualität garantiert.

Tafelwasser kann ein Mischprodukt aus verschiedenen Wasserarten und anderen Zutaten sein. Es ist kein Naturprodukt. Erlaubt sind die Mischung von Trinkwasser, Mineralwasser, Natursole, Meerwasser sowie die Zugabe von Mineralstoffen und Kohlensäure.

Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasservorkommen und wird direkt an der Quelle abgefüllt. Es unterliegt weniger strengen Kontrollen als Mineralwasser, muss aber dennoch mindestens der Qualität von Trinkwasser entsprechen.

Trinkwasser (Leitungswasser) wird in Deutschland aus unterschiedlichen Quellen gewonnen, darunter Oberflächenwasser, Quellwasser und vor allem Grundwasser. Im Vergleich zu Mineralwasser ist Trinkwasser mineralstoffarm, sollte aber dennoch eine Mindestkonzentration an Mineralstoffen aufweisen, um den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Bis zum Übergabepunkt im Gebäude, ist der Wasserversorger für die Qualität verantwortlich, ab dort, also für die Rohrleitungen, der Hauseigentümer.

Heilwasser stammt aus vor Verunreinigung geschützten Wasservorkommen, die staatlich als Heilquelle anerkannt sind. Heilwasser ist naturbelassen, ihm werden keine Stoffe entzogen oder zugesetzt. Zudem ist Heilwasser per Gesetz kein Lebensmittel, sondern ein Arzneimittel (Arzneimittelgesetz/AMG).

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