"Dieser Branchentreff hat wirklich gefehlt"

Markus Tischberger: "Das größte Highlight für mich ist, dass die Intergastra nach vier Jahren endlich wieder stattfindet." Foto: Tischberger
Interview Thomas Klaus24.01.2024MAGAZIN | AKTUELLES | News

Wegen der Corona-Pandemie musste die Intergastra 2022 aussetzen. Nach vier Jahren Zwangspause geht die „Leitmesse für Hotellerie und Gastronomie“ am 3. Februar erstmals wieder als Präsenzmesse an den Start. Wir haben Projektleiter Markus Tischberger zu den Messe-Highlights 2024 befragt. 

KÜCHE: Herr Tischberger, im Februar findet die Intergastra nach vier Jahren zum ersten Mal wieder als Präsenzmesse statt. Sicher ist die Vorfreude bei Ihnen jetzt besonders groß?
MARKUS TISCHBERGER:
Ja, die Stimmung ist sehr positiv und die Vorfreude riesig. Sowohl von den ausstellenden Firmen als auch vom Branchenkollegium hören wir beinahe täglich das begeisterte „Endlich wieder Intergastra!“ Seit vier Jahren arbeiten wir im Team darauf hin, dass dieses Treffen in Stuttgart etwas Außergewöhnliches wird.

Es hat sich gezeigt: Eine Messe in Präsenz ist nicht zu ersetzen. Menschen zusammenbringen, ist unser Job. Aber am liebsten machen wir das persönlich. Der direkte Kontakt vor Ort, das spontane Kennenlernen, das Live- Entdecken und -Ausprobieren, der umfassende Marktüberblick über alle Bereiche des Betriebs, der direkte Anbietervergleich in Echtzeit, das optische und haptische Erleben sowie das Schmecken sind nicht durch digitale Events zu ersetzen. 

Verraten Sie uns Ihre persönlichen Highlights der Intergastra?
Das größte Highlight für mich ist, dass die Intergastra nach vier Jahren endlich wieder stattfindet. Dieser Branchentreff hat wirklich gefehlt. Ich habe darüber hinaus zwei weitere Highlights: ein Mittagessen bei der IKA/ Olympiade der Köche und hier speziell beim Wettbewerb Gemeinschaftsverpflegung. Die Gerichte stehen denen der Nationalmannschaften in nichts nach, sind aber viel praxisnäher und nachkochbarer. Das ist Inspiration pur. Und zum anderen ist unser Schwerpunkttag Kreislaufwirtschaft am 6. Februar für mich ein Highlight: mit Mehrweglösungen, neuen Technologien für die Kreislaufwirtschaft und Existenzgründern mit ihren Lösungen für mehr Nachhaltigkeit. Diese Impulse gilt es dann, in Lösungen für das eigene Unternehmen zu übersetzen.

Das klingt vielversprechend. Wo liegen die Unterschiede zu früheren Intergastras?
Wir haben die Latte höher gelegt. Die Intergastra ist schneller, digitaler und kompakter geworden. Außerdem setzen wir verstärkt auf Live-Erlebnisse und den persönlichen Austausch. Ferner soll es mehr Gelegenheit zum Netzwerken geben. Zusammen mit unseren Partnern haben wir ein vielseitiges Rahmenprogramm entworfen. Mit spektakulären Bühnenshows, Wettbewerben und zahlreichen Meeting-Areas bieten wir den Besucherinnen und Besuchern ein Messeerlebnis, das im Gedächtnis bleibt.

Welche Partner stehen der Intergastra zur Seite?
Die Intergastra funktioniert nur gemeinsam. Ideelle Träger der Intergastra und Motoren in der Messeorganisation sind der Landesverband Baden-Württemberg des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes zum einen und der Landesinnungsverband Baden-Württemberg des Konditorenhandwerks zum anderen. Darüber hinaus versammelt sich im Februar die gesamte Branche um das große Messelagerfeuer. Ganz gleich, welche Farben man trägt. Es sind alles Gastgeber aus Leidenschaft.

Die Hallen 7 und 8 bilden in diesem Jahr den Mittelpunkt des Messegeschehens?
Richtig. Mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband in Baden-Württemberg verbindet uns eine langjährige, gute Zusammenarbeit. Daher überrascht es nicht, dass die Dehoga-Bühne in Halle 7 in gewisser Weise den inhaltlichen Mittelpunkt der Intergastra darstellt. Auf 2.400 Quadratmetern präsentieren sich zusammen mit dem Verband auch verschiedene andere Verbände. Das Rahmenprogramm für die Bühne verspricht sowohl inhaltliche Tiefe als auch Unterhaltung. Ein Schwerpunktthema wird die Gewinnung von Nachwuchs- und Fachkräften für die Branche sein. Auch die Angebote für Gründerinnen und Gründer werden durch das neu geschaffene Workshop-Format „StartUp-Box“ erheblich erweitert. 

Erfreulicherweise ist die Anzahl der Messeunterstützer sogar noch gewachsen. Denn neben dem Dehoga Baden-Württemberg, dem Dehoga Hessen und dem Dehoga Saarland lädt nun auch der Dehoga Rheinland-Pfalz seine Mitglieder zur Teilnahme an der Intergastra ein. Übrigens: Der Landesinnungsverband der Konditoren zeigt in Halle 8 Präsenz. Die Stände des Dehoga und des Landesinnungsverbandes der Konditoren sind so aufgebaut, dass sich alle Branchenvereinigungen und Gruppierungen dort wiederfinden.

Welchen Tipp haben Sie für Besucherinnen und Besucher, die nur einen Tag Zeit haben?Vorab: Es lohnt sich, mindestens zwei Tage für die Intergastra einzuplanen, um das gesamte Spektrum der Fachmesse zu erleben. Wer nur einen Tag Zeit hat, dem empfehle ich, sich gut vorzubereiten. Sie sollten sich auf ihre dringendsten Anliegen konzentrieren: Wo drückt der Schuh? Welche Lösungen suche ich? Welche Anbieter mit Konzepten für meine aktuellen Herausforderungen treffe ich in Stuttgart? Lassen sich vor Ort feste Termine vereinbaren? So kann es klappen, mit einem Tag auf der Intergastra auszukommen.

Herr Tischberger, wir danken für das Gespräch.


ÜBER MARKUS TISCHBERGER
Tischberger stieß 2007 als Projektleiter zur Messe Stuttgart. Zuvor arbeitete er nach einem Studium der Soziologie und Politikwissenschaften an der Universität Stuttgart unter anderem als Projektleiter Werbung, Veranstaltungen & Öffentlichkeitsarbeit bei Special Olympics Deutschland und Referent für Kommunikation & Event beim Verband Eurotoques. Seit September 2016 ist Markus Tischberger außerdem als Gastdozent an der Hochschule Heilbronn tätig.

www.messe-stuttgart.de/intergastra/