Arbeitszeitgesetz: Breites Bündnis fordert Einführung der Wochenarbeitszeit

Logos von 15 Wirtschafts- und Branchenverbänden, die die Initiative „Wochenarbeitszeit jetzt“ unterstützen.
Verbände aus Gastgewerbe, Tourismus und Veranstaltungswirtschaft setzen sich für eine wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit ein. Foto: © Initiative „Wochenarbeitszeit jetzt“ / DEHOGA Etwas
Redaktion 02.06.2026 AKTUELLES  |  News

Ein Bündnis aus 15 Wirtschafts- und Branchenverbänden drängt auf eine Reform des Arbeitszeitrechts. Die Organisationen sehen in einer wöchentlichen statt täglichen Höchstarbeitszeit mehr Flexibilität für Unternehmen und Beschäftigte.

Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die geplante Umstellung bereits im Koalitionsvertrag von Union und SPD verankert ist. Nach Angaben der Initiatoren könnte das Bundesarbeitsministerium noch vor der Sommerpause einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegen.

Mehr Spielraum bei der Arbeitszeitgestaltung

Unterstützt wird die Initiative „Wochenarbeitszeit jetzt“ von Verbänden aus Tourismus, Gastgewerbe, Messe- und Veranstaltungswirtschaft. Ziel ist eine Modernisierung des Arbeitszeitrechts im Rahmen der Europäischen Arbeitszeitrichtlinie.

Nach Auffassung des Bündnisses würde eine wöchentliche Höchstarbeitszeit mehr Spielraum bei der Verteilung der Arbeitszeit schaffen. Unternehmen könnten flexibler auf Auftragsspitzen oder besondere betriebliche Anforderungen reagieren. Gleichzeitig soll Beschäftigten eine bessere Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Ehrenamt und Pflege ermöglicht werden.

Relevanz für Hotellerie und Gastronomie

Von einer möglichen Reform wären insbesondere Branchen betroffen, deren Arbeitsaufkommen stark schwankt. Dazu zählen Hotellerie und Gastronomie ebenso wie Reisebüros, Reiseveranstalter sowie die Messe-, Veranstaltungs- und Live-Kulturwirtschaft.

Die Verbände betonen, dass es nicht um längere Arbeitszeiten gehe. Vielmehr solle die Arbeitszeit innerhalb der bestehenden gesetzlichen und europäischen Vorgaben flexibler verteilt werden.

Hinter der Initiative stehen derzeit 15 Wirtschafts- und Branchenverbände aus Tourismus, Gastgewerbe, Messe- und Veranstaltungswirtschaft. Nach vorliegenden Informationen könnte das Bundesarbeitsministerium noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf vorlegen.

Quelle: www.dehoga.de; www.wochen-arbeitszeit.de