Deutscher Ernährungstag 2026: Regionalität und Gemeinschaftsverpflegung im Fokus

Essensausgabe in einer Schule oder Kita während der Gemeinschaftsverpflegung. Das Motiv steht beispielhaft für regionale Ernährungskonzepte und Schulverpflegung.
Die Gemeinschaftsverpflegung in Schulen und Kitas stand im Mittelpunkt des Deutschen Ernährungstags 2026. Foto: CorbalanStudio iStock/Getty Images
Redaktion 23.05.2026 AKTUELLES  |  News

Beim Deutschen Ernährungstag 2026, der am 21. Mai in Berlin stattfand, standen regional verankerte Ernährungssysteme und die Gemeinschaftsverpflegung im Mittelpunkt. Bundesminister Alois Rainer betonte die Bedeutung regionaler Wertschöpfungsketten für die Ernährungssysteme in Deutschland.

Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich bei der Veranstaltung „Lokal vernetzt – regionale Ernährung vor Ort aktiv mitgestalten“ über Regionalvermarktung, praxisnahe Ernährungsbildung und lokale Versorgungsstrukturen aus. Bundesminister Alois Rainer eröffnete den Ernährungstag und erläuterte die ernährungspolitischen Schwerpunkte des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).

Gemeinschaftsverpflegung gewinnt an Bedeutung

Nach Angaben des Ministers essen täglich rund 16 Millionen Menschen in Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung, darunter etwa sechs Millionen Kinder und Jugendliche. Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen ab dem kommenden Schuljahr werde die Bedeutung einer qualitativ hochwertigen Schulverpflegung weiter steigen.

Rainer erklärte: „Die Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung ist für uns ein wichtiger Hebel für eine ausgewogene Ernährung, denn jeden Tag essen hier 16 Millionen Menschen, davon etwa 6 Millionen Kinder und Jugendliche. Mit der Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen ab dem kommenden Schuljahr nimmt die Bedeutung einer guten Schulverpflegung noch weiter zu.“

Vier Schwerpunkte der Ernährungspolitik

In seiner Rede stellte der Bundesminister vier zentrale Themenfelder der Ernährungspolitik vor. Dazu zählen eine gesunde und ausgewogene Ernährung insbesondere für Kinder, Jugendliche und Seniorinnen und Senioren, die Stärkung lokal-regional verankerter Ernährungssysteme, die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung sowie die Versorgungssicherheit einschließlich privater Notfallvorsorge.

Nach Angaben des BMLEH sollen regionale Lebensmittel und verlässliche Wertschöpfungsketten das Ernährungssystem widerstandsfähiger machen und wirtschaftliche Strukturen in Stadt und Land stärken. Gleichzeitig unterstütze das Ministerium Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung sowie die Modernisierung der Ernährungsvorsorge für Krisenfälle.

Modellprojekte für regionale Ernährung

Ein weiterer Schwerpunkt des Ernährungstags war die Rolle von Kommunen bei Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung. Das BMLEH unterstützt hierzu bundesweit zehn Projekte im Rahmen des Modellregionenwettbewerbs „Besser essen in der Region“. Gefördert werden innovative Ansätze für eine gesunde, ausgewogene und regional verankerte Ernährung in der Gemeinschaftsverpflegung.

Quelle: www.bmleh.de