Frischetheken: Mehr Inspiration, weniger Alltag

Die Frischetheke bleibt ein wichtiger Qualitäts- und Vertrauensfaktor im Lebensmittelhandel. Foto: © Viktoriia Paniot /iStock / Getty Images Plus
Die Frischetheke bleibt ein wichtiger Qualitäts- und Vertrauensfaktor im Lebensmittelhandel, wird von Verbrauchern jedoch zunehmend für besondere Kaufanlässe statt für den Alltagseinkauf genutzt. Foto: © Viktoriia Paniot /iStock / Getty Images Plus
Redaktion 21.07.2026 AKTUELLES  |  News

Die Frischetheke bleibt ein zentraler Imageträger im Lebensmitteleinzelhandel, verliert jedoch als Einkaufsort für den täglichen Bedarf an Bedeutung. Das zeigt eine aktuelle Studie von YouGov Shopper, die einen Wandel hin zu qualitäts- und genussorientierten Kaufanlässen belegt.

Für 83 Prozent der Verbraucher sind Bedientheken ein wichtiger Indikator für die Qualität und Frische eines Supermarkts. 81 Prozent bewerten sie als entscheidend für den Gesamteindruck des Sortiments, 78 Prozent verbinden sie mit Vertrauen in den Markt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Frische im LEH – Der Thekenkompass“ von YouGov Shopper. Selbst Verbraucher, die dort nicht einkaufen, nehmen die Bedientheken häufig als Qualitätsmerkmal wahr.

Vom Versorgungskanal zum Inspirationsort

Während ihre emotionale Bedeutung hoch bleibt, verändert sich das Einkaufsverhalten. Nach Daten des YouGov Shopper Panels sank die Zahl der Käufer an Frischetheken zwischen März 2022 und März 2026 um 2,5 Prozent, die Anzahl der Einkaufstrips verringerte sich im gleichen Zeitraum um 1,6 Prozent.

Die Bedientheke wird zunehmend für gezielte Kaufanlässe genutzt – etwa für geplante Mahlzeiten, besondere Genussmomente oder wenn Gäste erwartet werden. Frische, Qualität und eine große Auswahl zählen zu den wichtigsten Kaufmotiven. Damit entwickelt sie sich vom klassischen Versorgungskanal zu einem Ort der Inspiration und Profilierung im Lebensmittelhandel.

Fleisch und Wurst bleiben umsatzstärkste Warengruppen

Fleisch und Wurst bleiben mit Umsatzanteilen von 50 beziehungsweise 33 Prozent die umsatzstärksten Warengruppen an der Bedientheke. Käse erreicht neun Prozent, Fisch und Feinkost kommen jeweils auf vier Prozent. Während an der Fleischtheke vor allem klassische Fleischsorten und Standardprodukte nachgefragt werden, spielen an der Käsetheke neben Alltagssorten auch Spezialitäten eine wichtige Rolle.

Die Studie zeigt zudem, dass Frischethekenkäufer überdurchschnittlich häufig älter sind, in kleineren Haushalten leben und über höhere Einkommen verfügen. Sie legen größeren Wert auf Qualität als auf den Preis, bevorzugen regionale Produkte und kochen häufiger täglich frisch.

Quelle: www.yougov.com