Japankäfer: BMLEH warnt vor Einschleppung nach Deutschland

Der Japankäfer breitet sich zunehmend in Europa aus. Foto: © mirceax / iStock / Getty Images Plus
Der Japankäfer breitet sich zunehmend in Europa aus. Foto: © mirceax / iStock / Getty Images Plus
Redaktion 21.07.2026 AKTUELLES  |  News

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) appelliert an Urlauber, keine Pflanzen, Erde oder Samen aus Risikogebieten mitzubringen. So soll die Einschleppung des Japankäfers verhindert werden, der erhebliche Schäden an Kulturpflanzen verursachen kann.

Der Japankäfer (Popillia japonica) gilt als gefährlicher Pflanzenschädling und kann über Reisegepäck, Campingausrüstung sowie mitgebrachte Pflanzen nach Deutschland eingeschleppt werden. Besonders betroffen sind Risikogebiete in Norditalien und der Südschweiz. Das BMLEH empfiehlt daher, Gepäck und Fahrzeuge vor der Heimreise sorgfältig zu kontrollieren.

Der aus Asien stammende Schädling wurde 2014 erstmals auf dem europäischen Festland nachgewiesen und breitet sich seitdem in Süd- und Mitteleuropa aus. Seine Larven schädigen die Wurzeln zahlreicher Pflanzen, während die erwachsenen Käfer Blätter, Blüten und Früchte befallen. Charakteristisch ist der sogenannte Skelettierfraß, bei dem das Blattgewebe zwischen den Blattadern gefressen wird. Starker Befall kann zum Absterben der Pflanzen führen.

Urlaubsgepäck sorgfältig kontrollieren

Um eine Einschleppung nach Deutschland zu verhindern, empfiehlt das BMLEH, insbesondere Campingausrüstung, Fahrzeuge und Gepäck vor der Rückreise sorgfältig zu kontrollieren. Auf die Mitnahme von Pflanzen, Erde, Samen oder Rollrasen aus betroffenen Regionen sollte verzichtet werden.

Wer einen Verdacht auf den Japankäfer hat, sollte den Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes informieren und den Fund möglichst mit einem Foto dokumentieren oder den Käfer sicher verpackt zur Bestimmung einsenden.

Weitere Informationen zum Japankäfer und zur Meldung eines Verdachtsfalls sind auf der BMLEH-Webseite verfügbar.

Quelle: www.bmleh.de