Von 19. bis 20. April trafen sich in Köln Vertreter und Vertreterinnen aus Spitzenkulinarik, Gastronomie, Sommellerie und Hotellerie aus 21 Ländern zum JRE-Kongress. Im Fokus standen die Expansion des Netzwerks nach Südamerika sowie zentrale Branchenthemen wie Nachhaltigkeit und internationale Zusammenarbeit.
Der internationale Kongress der Jeunes Restaurateurs (JRE) ist am 20. April 2026 in Köln zu Ende gegangen. Rund 500 Personen nahmen an der zweitägigen Veranstaltung teil, darunter über 400 Köche und Sommeliers aus 21 Ländern. Im Mittelpunkt standen die internationale Vernetzung, die Erweiterung des Netzwerks sowie zentrale Branchenthemen wie Innovation und Nachhaltigkeit.
JRE Kongress 2026: Netzwerk wächst in Südamerika
Ein zentrales Ereignis war die Aufnahme neuer Mitglieder aus Argentinien, Chile und Peru. Damit baut das Netzwerk seine Präsenz in Südamerika weiter aus. Zu den neuen Mitgliedern aus Argentinien zählt Germán Sitz („Niño Gordo“). Aus Chile traten Charles de Bournet Lapostolle („Clos Apalta Residence“), Max Raide („Casa Las Cujas“) und Pedro Chavarría („DeMo Magnolia“) bei.
Aus Peru wurden sieben Gastronomen aufgenommen, darunter Pedro Miguel Schiaffino („La Rosa Nautica“), James Berckemeyer („Cosme“), Renzo Miñán („Almacén“), Kent Zúñiga („KAO“), Ricardo Ehni („Tragaluz“), Angie Márquez („La Capitana“) und Robert Dickson („Sala Omakase“).
Das Leitthema „Re·Generation – Seed the Future“ stellte die zukünftige Entwicklung der Branche in den Mittelpunkt und thematisierte insbesondere die Vielfalt gastronomischer Kulturen sowie eine ganzheitliche Betrachtung der Gastronomie.
JRE Awards 2026: Auszeichnungen für internationale Branchenakteure
Im Rahmen eines Gala-Abends in der Flora Köln wurden die JRE-International Awards 2026 verliehen. Als Koch des Jahres wurde Frédéric Morel vom Restaurant „Cœur D’Artichaut“ aus Deutschland ausgezeichnet. Johanna Roullier vom französischen Betrieb „Le Saint Paul“ erhielt den Titel Sommelier des Jahres.
Weitere Auszeichnungen gingen an Jo Grootaers und Lana Kelchtermans aus Belgien für „Hospitality Excellence“ sowie an Massimiliano Mascia aus Italien. Der Nachhaltigkeitspreis wurde an Sabina und Grega Repovž aus Slowenien vergeben. Pasquale Carfora erhielt den „Taste of Origins Award“.
Die Veranstaltung wurde von JRE-Deutschland ausgerichtet. Kulinarisch gestalteten die Köche Jan-Philipp Berner, Frédéric Morel, Sebastian Obendorfer und Tobias Bätz ein gemeinsames Dinner. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge von Nils Henkel, Maurizio Oster und Harald Rüssel.
Nachhaltigkeit und Kooperationen im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf unternehmerischer Verantwortung und ökologischen Projekten. In Zusammenarbeit mit der Vaider Group wurde laut Netzwerk eine CO2-neutrale Weinflasche entwickelt, die im Jahr 2026 mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet wurde. Zudem wurde der Wein „Trois Femmes“ vorgestellt, ein Gemeinschaftsprojekt der Sommelières Katharina Röder, Bethany Delong und Nina Bratovž in Kooperation mit Puklavec Family Wines.
Zum Abschluss der Tagung kündigte der Verband eine neue Partnerschaft mit United Waterways an. Ziel ist die Entwicklung kulinarischer Konzepte für Fluss- und Seereisen sowie Investitionen in den gastronomischen Nachwuchs an Bord.
Im Fokus der weiteren Entwicklung stehen laut Verband die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks sowie die Stärkung der Teams in den Betrieben.
Quelle: https://jre.eu