Kirschenernte 2026: Deutschland erwartet überdurchschnittliche Ernte

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Die deutschen Obstbaubetriebe erwarten 2026 eine überdurchschnittliche Ernte von Süß- und Sauerkirschen. Foto: © Adil Chelebiyev/iStock/Getty Images
Redaktion 01.07.2026 AKTUELLES  |  News

Die Kirschenernte 2026 fällt in Deutschland voraussichtlich überdurchschnittlich aus. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) wird für Süß- und Sauerkirschen eine Erntemenge erwartet, die 13,5 Prozent über dem Zehnjahresdurchschnitt liegt.

Die deutschen Obstbaubetriebe rechnen 2026 mit einer Gesamterntemenge von rund 51.100 Tonnen Süß- und Sauerkirschen. Damit läge die Ernte 8,5 Prozent über dem Vorjahr mit 47.100 Tonnen und 13,5 Prozent über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2025 mit 45.200 Tonnen.

Süßkirschenernte 20,5 Prozent über dem Zehnjahresdurchschnitt

Für Süßkirschen wird bundesweit eine Erntemenge von rund 40.300 Tonnen erwartet. Das entspricht einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre und 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf die Anbaufläche von rund 5.600 Hektar ergibt sich ein erwarteter Durchschnittsertrag von 7,1 Tonnen je Hektar. Damit wird das durchschnittliche Ertragsniveau der vergangenen zehn Jahre von 5,8 Tonnen je Hektar um 23,9 Prozent übertroffen.

In Baden-Württemberg, dem wichtigsten Bundesland für den Süßkirschenanbau, werden auf einer Anbaufläche von rund 2.600 Hektar voraussichtlich 19.200 Tonnen Süßkirschen (+9,2 Prozent) geerntet. In Niedersachsen werden 5.100 Tonnen (+2,0 Prozent) und in Rheinland-Pfalz 3.800 Tonnen (+2,4 Prozent) erwartet.

Sauerkirschenernte steigt gegenüber dem Vorjahr

Für Sauerkirschen rechnen die Obstbaubetriebe mit einer Erntemenge von rund 10.800 Tonnen auf einer Anbaufläche von etwa 1.500 Hektar. Das entspricht einem Plus von 9,6 Prozent gegenüber 2025. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre wird die Ernte jedoch voraussichtlich 6,8 Prozent geringer ausfallen. Grund dafür ist laut Statistischem Bundesamt, dass die Anbaufläche für Sauerkirschen seit 2016 um 25,2 Prozent zurückgegangen ist.

Ungeachtet der kleineren Anbaufläche wird mit einem durchschnittlichen Hektarertrag von 7,1 Tonnen gerechnet. Dieser liegt 9,8 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Rheinland-Pfalz bleibt mit einer erwarteten Erntemenge von 3.100 Tonnen (+17,8 Prozent) wichtigstes Anbauland für Sauerkirschen. Es folgen Baden-Württemberg mit 2.700 Tonnen (+52,7 Prozent) und Thüringen mit 1.600 Tonnen (-14,9 Prozent).

Die veröffentlichten Zahlen basieren auf der ersten Ernteschätzung zum Stichtag 10. Juni 2026. Bis zur abschließenden Schätzung im August können sich die Erntemengen unter anderem durch Witterung, Krankheiten oder Schädlingsbefall noch verändern.

Quelle: www.destatis.de


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