Die bundesweite Initiative „Bio kann jeder“ setzt ihre Praxisworkshops zur nachhaltigen Kita- und Schulverpflegung auch 2027 fort. Bereits im November 2026 stehen weitere Veranstaltungen auf dem Programm.
Mit bundesweiten Praxisworkshops unterstützt die Initiative „Bio kann jeder“ auch 2027 Verantwortliche in Kitas und Schulen dabei, nachhaltige Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln im Küchenalltag umzusetzen. Die Veranstaltungsreihe wird damit nach den seit März 2026 durchgeführten Workshops fortgesetzt. Das Angebot richtet sich sowohl an Einrichtungen, die erstmals Bio-Produkte einsetzen möchten, als auch an Küchen, die ihren bestehenden Bio-Anteil erhöhen wollen. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Rezepturen, regionale Bezugsquellen und die Weiterentwicklung von Speiseplänen.
Saisonale Lebensmittel in den Speiseplan integrieren
Wie sich regionale Bio-Produkte im Küchenalltag einsetzen lassen, zeigte ein Workshop des Regionalpartners Bio in MV in Mecklenburg-Vorpommern. Bei einer „Saisonkalender-Rallye“ beschäftigten sich die Teilnehmenden mit der Verwendung saisonaler Gemüsearten. Eine besondere Herausforderung war die Integration von Kohl und anderem Wintergemüse in kindgerechte Speisepläne.
Eine Hauswirtschafterin zog folgendes Fazit: „Saisonal und nach DGE-Standard in fünf Minuten, das hat mich überrascht. Mit Wurzelgemüse, Kohl und Hülsenfrüchten geht im Winter viel mehr, als man denkt“, lautete das Fazit einer Hauswirtschafterin.
In einer weiteren Übung, der „Logistik-Safari“, wurden Lieferwege und Bezugsquellen auf einer Landkarte dargestellt, um regionale Bio-Alternativen zu identifizieren.
Küchenpraxis und pflanzliche Proteinquellen im Fokus
Ein wesentlicher Bestandteil der Workshops ist die gemeinsame Zubereitung alltagstauglicher Gerichte. Dazu gehören beispielsweise Wraps, Vitaminschnitten und Gemüsewaffeln mit Bio-Gemüse. Zudem erproben die Teilnehmenden Rezepturen mit Hülsenfrüchten und weiteren pflanzlichen Proteinquellen für die Kita- und Schulverpflegung.
Die praktische Arbeit soll den Transfer in den Küchenalltag erleichtern. „Wir helfen dabei, vom Reden ins Machen zu kommen und das Gehörte und Gelernte zu verinnerlichen“, berichtet Constantine Youett von der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg.
Die Workshops greifen zudem Aspekte der Ernährungsbildung auf, darunter das Anlegen von Kräutergärten und die Sensibilisierung der Eltern.
Angebote für Einsteiger und erfahrene Einrichtungen
Für Kitas und Schulen, die bereits Bio-Lebensmittel einsetzen, bieten die Workshops die Möglichkeit, bestehende Speisepläne zu analysieren und Potenziale für einen höheren Bio-Anteil zu ermitteln.
Auch Berufsschulen werden angesprochen, um angehenden Fachkräften praktische Kenntnisse zur nachhaltigen und gesundheitsfördernden Verpflegung zu vermitteln.
Da längere Anfahrtszeiten Veranstaltungen im ländlichen Raum erschweren, bieten die Regionalpartner auch Online-Workshops an. Dazu gehören Showcooking-Veranstaltungen und virtuelle Hofführungen. Ergänzend stehen überregionale Online-Basisseminare mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten zur Verfügung.
Bundesweite Workshopreihe wird 2027 fortgesetzt
Für November 2026 sind weitere Veranstaltungen in mehreren Bundesländern vorgesehen. Anmeldungen sind noch möglich. Auch 2027 soll die bundesweite Workshopreihe fortgesetzt werden.
„Bio kann jeder“ wird im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) durchgeführt.
Weitere Informationen und Workshoptermine gibt es hier!
Quelle: www.biokannjeder.de