Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) trauert um seinen Ehrenpräsidenten Ernst Fischer. Der langjährige Verbandspräsident verstarb am 24. Juni 2026 im Alter von 82 Jahren.
Mit Ernst Fischer verliert das deutsche Gastgewerbe eine seiner prägenden Persönlichkeiten. Der langjährige Präsident des DEHOGA Bundesverbandes starb nach schwerer Krankheit in Tübingen. Über Jahrzehnte gestaltete er die Entwicklung des DEHOGA auf Kreis-, Landes- und Bundesebene entscheidend mit und gab der Branche als politische Stimme des Gastgewerbes Gewicht und Profil.
Koch, Gastgeber und Unternehmer
Geboren am 16. April 1944 in Geislingen an der Steige, absolvierte Ernst Fischer zunächst eine Ausbildung zum Koch und arbeitete anschließend in Spitzenhäusern in England, Frankreich, Schweden und der Schweiz. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland machte er sich 1970 in Hechingen selbstständig. Von 1976 bis 2012 führte er das Restaurant Rosenau und RoseCatering. Gemeinsam mit seiner Familie betrieb er zudem seit 1976 das Landhotel „Hirsch“ in Tübingen-Bebenhausen, das er Ende 2018 an seine Nachfolger übergab.
Engagement für Tourismus und Mittelstand
Neben seinem Engagement im DEHOGA war Fischer in zahlreichen Gremien der Tourismuswirtschaft tätig. Dazu gehörten unter anderem Funktionen bei der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), der Bundesvereinigung der Musikveranstalter sowie in weiteren Beiräten, Aufsichtsräten und Jurys.
Für seine Verdienste um Gastgewerbe, Tourismus und mittelständische Wirtschaft erhielt Ernst Fischer 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Darüber hinaus wurde er unter anderem mit der Brillat-Savarin-Plakette sowie der „Kristallkugel“, dem Ehrenpreis des Tourismusausschusses des Deutschen Bundestages, ausgezeichnet.
Quelle: www.dehoga.de