Sechs Köche kochen um den Titel „Koch des Jahres 2026“

Sechs Finalisten treten am 16. November 2026 in der Motorworld München beim Finale von „Koch des Jahres“ an. Foto: © Julio Arellano
Sechs Finalisten treten am 16. November 2026 in der Motorworld München beim Finale von „Koch des Jahres“ an. Foto: © Julio Arellano
Redaktion 07.10.2026 AKTUELLES  |  News

Am 16. November treten sechs Finalisten in der Motorworld München zum Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zum Thema „The Grand Taste of Germany“ zubereiten und damit eine zwölfköpfige Jury überzeugen.

Das Finale stellt die Frage, wie sich deutsche Küche heute interpretieren lässt. Dafür treffen sechs Köche mit unterschiedlichen beruflichen und kulinarischen Hintergründen aufeinander: Simon Bantle, Lukas Baumgartner, Tetiana Berezhna, Semi Hassine, Aljoscha Knoblich und Mustafa Mirzaei. Unterstützt werden sie jeweils von einem Assistenten.

Für die Vorbereitung ihres Drei-Gänge-Menüs haben die Teams fünf Stunden Zeit. Sämtliche Komponenten, die serviert werden, müssen vor Ort zubereitet werden. Anschließend stehen 20 Minuten zur Verfügung, um das komplette Menü an die Jury zu schicken. Technische Vorgabe des Wettbewerbs ist der Einsatz des iVario Pro von Rational.

Sechs unterschiedliche kulinarische Handschriften

Aljoscha Knoblich ist Sous Chef im Hamburger Restaurant Jellyfish*. Der 27-Jährige belegte im Halbfinale den ersten Platz. In seiner Küche spielt Gemüse eine zentrale Rolle; dabei setzt er unter anderem auf den Root-to-Stem-Ansatz. Unterstützt wird er im Finale von Joachim Kraft, Junior Sous Chef im Jellyfish*.

Semi Hassine, Küchenchef und Inhaber des Restaurants Fachwerk in Hattingen, verbindet nach Angaben des Veranstalters klassische westfälische Hausmannskost mit Aromen aus dem Orient und Asien. Neben seinem Restaurant ist er im Catering tätig, darunter bei Veranstaltungen mit bis zu 1.500 Gästen. Hassine erreichte im Halbfinale den zweiten Platz. Sein Assistent ist der selbstständige Privatkoch Gerald Kortmann.

Tetiana Berezhna aus Erkelenz wurde Dritte im Halbfinale. Nach vier Jahren im Restaurant Kuvschyn in Kiew arbeitete sie in Deutschland unter anderem im Sternerestaurant Troyka sowie in der Patisserie des Gourmetrestaurants Schote. In ihrer Küche beschäftigt sie sich unter anderem mit Buchweizen, Gerste und Hirse und verbindet ihre Kocherfahrungen mit einem Studium der Lebensmitteltechnologie. Im Finale begleitet sie Koch Volodymyr Zorin.

Lukas Baumgartner arbeitet als Junior Souschef im Restaurant Auerhahn am Schluchsee. Zu seinen beruflichen Stationen gehört das Freiburger Colombi; 2023 erhielt er den Franz-Keller-Förderpreis. Bereits 2022 sammelte Baumgartner Wettbewerbserfahrung als Assistent bei „Koch des Jahres“. Im Finale kocht er mit Théophile Burger, Chef de Partie im Auerhahn Hotel.

Mustafa Mirzaei ist Souschef im Weingut in Passau. Der im Iran aufgewachsene Koch verbindet laut Kurzporträt Aromen und Gewürze der iranischen Küche mit bayerischen Gerichten. Seine Ausbildung absolvierte er im Restaurant Johanns* in Waldkirchen, wo er später bis zum Sous Chef aufstieg. Über die Chef’s Challenge Night sicherte er sich eine Wildcard für das Finale und erhielt zudem den Best Plating Award by Churchill. Sein Assistent ist Tobias Bullmann, Commis de Cuisine im Restaurant Marcel von Winckelmann* in Passau.

Simon Bantle ist seit dem 1. Oktober Küchenchef des Restaurants Florea im Park Hyatt Hotel in Zürich. Zuvor führte er die Küche des Goldenen Engel in Ihringen. Zu seinen Stationen gehören das Restaurant Bareiss, Douce Steiner sowie EPOCA by Tristan Brandt. Bantle setzt auf Regionalität und ganzheitliche Produktverarbeitung. Beim Finale unterstützt ihn sein Bruder Marcel Bantle, Auszubildender in Merkles Restaurant in Endingen am Kaiserstuhl.

Zwölfköpfige Jury entscheidet

Die Menüs bewertet eine zwölfköpfige Jury unter dem Vorsitz von Dieter Müller. Ihr gehören Joël Ellenberger, Sebastian Frank, Joachim Jaud, Jens Madsen, Ludwig Maurer, Torsten Michel, Rosina Ostler, Stefan Pappert, Dominik Sato, Jakob Strobel y Serra und Fabio Toffolon an. Als technische Juroren begleiten Jan Pettke, Patrick Lorenz und Christian Thiele den Wettbewerb.

Das Finale richtet sich an Fachbesucher aus Hotellerie, Gastronomie und Catering und beginnt am 16. November um 13 Uhr. Zum Rahmenprogramm gehören ein „Marktplatz der Innovationen“, eine Sonderchallenge zur Übertragung von Spitzengastronomie auf einfache, skalierbare Gerichte sowie eine Kaitai Show, bei der ein Blauflossen-Thunfisch von mehr als 150 Kilogramm zerlegt und erläutert wird. Am Abend folgen Preisverleihung und Küchenparty.

Der Titel „Koch des Jahres“ ist mit 5.000 Euro dotiert. Hinzu kommen Sonderpreise von HOBART, FRXSH und Churchill. Bereits am 15. November treten die Assistenten bei der Chef’s Challenge Night um den Titel „Newcomer des Jahres“ an.

Quelle: www.kochdesjahres.de