Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat pünktlich zum Start der Außengastronomie-Saison neue Daten zu Terrassengebühren in 200 deutschen Städten veröffentlicht. Die Auswertung zeigt deutliche Unterschiede bei den Kosten für Außengastronomieflächen und basiert auf einem einheitlichen Musterbetrieb.
Der Bund der Steuerzahler hat die Terrassengebühren von 200 deutschen Städten ausgewertet. Demnach reicht die Spannweite von 0 Euro bis zu 2.000 Euro für eine Außengastronomiefläche mit 25 Quadratmetern in zentraler Innenstadtlage im Zeitraum von Mai bis September.
Bamberg, Darmstadt und Bonn mit den höchsten Terrassengebühren
Die höchsten Gebühren im Vergleich erhebt laut Datensatz Bamberg mit 2.000 Euro. Dahinter folgen Darmstadt mit 1.875 Euro und Bonn mit 1.813 Euro. Ebenfalls hohe Werte weist die Auswertung unter anderem für Trier mit 1.563 Euro sowie Hannover mit 1.477 Euro aus.
Die Angaben beziehen sich auf einen standardisierten Vergleichszeitraum von Mai bis September. Zusätzliche Kosten wie Verwaltungsgebühren sind laut BdSt nicht Bestandteil der Berechnung.
Mehrere Städte verzichten auf Terrassengebühren
Am unteren Ende der Auswertung stehen mehrere Städte, die laut den veröffentlichten Daten keine Terrassengebühren erheben. Dazu zählen unter anderem Garbsen, Sindelfingen, Velbert, Krefeld und Iserlohn.
Welche Gründe hinter dem Verzicht auf Gebühren in einzelnen Kommunen stehen, geht aus den Daten nicht hervor.
Durchschnittliche Terrassengebühr liegt bei rund 580 Euro
Über alle untersuchten Städte hinweg ergibt sich laut Auswertung ein Durchschnittswert von 579,6 Euro für den betrachteten Zeitraum. Der Median liegt bei 545 Euro. Das bedeutet, dass die Hälfte der Städte niedrigere Gebühren als diesen Wert erhebt.
Ein Viertel der Städte verlangt laut Datensatz weniger als 354,5 Euro, während ein weiteres Viertel mehr als 753,25 Euro berechnet.
Die Daten basieren laut BdSt auf den Sondernutzungssatzungen der jeweiligen Kommunen. Zusätzliche Kosten wie Verwaltungsgebühren wurden nach Angaben des Verbandes nicht berücksichtigt.