Die Lebensmittelmesse TUTTOFOOD, die vom 11. bis 14. Mai 2026 stattfand, hat ihre zweite Ausgabe unter der Organisation von Fiere di Parma mit Rekordzahlen abgeschlossen. Nach Angaben der Veranstalter:innen kamen an vier Messetagen insgesamt 123.000 Besucher:innen, darunter 27.000 internationale Gäste – ein Zuwachs von 30 Prozent gegenüber der Veranstaltung im Jahr 2025.
Die Messe positioniert sich damit weiter als internationale Plattform für den Lebensmittel- und Getränkesektor. Vertreten waren Fachbesucher:innen aus Industrie, Handel, Gastronomie, Import und Einkauf. Die TUTTOFOOD 2026 belegte zehn Hallen mit insgesamt 82.000 Quadratmetern ausgebuchter Ausstellungsfläche, was einem Plus von 15 Prozent entspricht. Präsentiert wurden 5.000 Marken, davon rund 30 Prozent aus dem Ausland. Zudem waren 4.000 internationale Top-Einkäufer:innen vor Ort.
Internationale Ausrichtung und deutsche Beteiligung
Nach Veranstalterangaben war die diesjährige Ausgabe das Ergebnis einer strategischen Partnerschaft zwischen Fiere di Parma und Fiera Milano. International unterstützt wurde die Messe von der Koelnmesse, Veranstalterin der Anuga in Köln.
Deutschland war mit 24 ausstellenden Unternehmen vertreten. Laut Veranstalter unterstreicht dies das zunehmende Interesse deutscher Unternehmen an der Veranstaltung.
Antonio Cellie, CEO von Fiere di Parma, erklärte: „Die Zahlen und das durchweg positive Feedback von Aussteller:innen, Einkäufer:innen, Besucher:innen und Stammbesucher:innen traditionsreicher internationaler Lebensmittelmessen bestätigen: Es ist uns gelungen, eine Lücke zu schließen, die überraschenderweise noch vorhanden war und haben damit eine völlig neue internationale Veranstaltung für den Agrar- und Lebensmittelsektor geschaffen. Diese Veranstaltung spiegelt das italienische Know-how in der Messegestaltung voll und ganz wider und bietet Aussteller:innen aus aller Welt eine Plattform, um innerhalb eines vollständig vernetzten Business-Ökosystems mit internationalen Märkten in Kontakt zu treten.“
Cellie ergänzte: „Messen sind heute nicht mehr nur Produktausstellungen. Sie sind Geschäftsknotenpunkte, an denen Unternehmen die internationale Nachfrage einschätzen, Märkte erschließen, Geschäftsbeziehungen aufbauen und Geschäftsmöglichkeiten in messbare wirtschaftliche Resultate umsetzen können. Der Anstieg der Besucherzahlen zeigt, dass Unternehmen und Veranstalter:innen nach geeigneten Veranstaltungsorten suchen, um sich auf einem globalen Markt zurechtzufinden, der zunehmend fragmentiert, selektiv und wettbewerbsintensiv ist.“
Italienische Produkte im Fokus
Die Veranstalter verweisen darauf, dass das Besucherwachstum vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen, steigender Energiekosten, schwankender Rohstoffpreise und globaler Veränderungen in den Lieferketten besonders bemerkenswert sei.
Einkäufer:innen aus den USA, Lateinamerika, Asien, der Golfregion sowie aus europäischen Ländern wie Frankreich hätten insbesondere das internationale Ansehen italienischer Lebensmittel hervorgehoben. Genannt wurden unter anderem Olivenöl, Balsamico-Essig, Mehl, Pasta, Gebäck und Schokolade. Unternehmen wie Cencosud aus Lateinamerika und die City Super Group aus Hongkong bezeichneten Italien als wichtigen europäischen Beschaffungsmarkt für Lebensmittel.
Auch Innovationen standen im Fokus der Messe. Ben Costantini von Sesamers sagte: „Die TUTTOFOOD ist nicht nur ein Ort, an dem man die Produkte von heute verkauft; hier findet die nächste Generation von Lebensmittelinnovatoren ihren Markt.“
Zum Abschluss der Messe sammelte Banco Alimentare Lombardia nach eigenen Angaben rund 25 Tonnen Lebensmittel von mehr als 600 Unternehmen. Die Waren wurden an über 1.000 lokale Partnerorganisationen verteilt und kamen laut Veranstalter mehr als 200.000 bedürftigen Menschen zugute.
Quelle: www.tuttofood.it