Von alkoholfrei bis Asolo: Diese Weintrends prägen die Gastronomie 2026

Weingläser und kleine Häppchen auf einer Präsentationsfläche während einer Fachmesse in Düsseldorf
Fachmessen wie die ProWein in Düsseldorf geben einen Überblick über aktuelle Entwicklungen und Trends im Wein- und Getränkesegment. Foto: © Messe Düsseldorf / Tillmann
Alice Gundlach und Sabine Rumrich 09.06.2026 MAGAZIN  |  Konzepte

Welche Wein- und Aperitiftrends werden die Gastronomie 2026 beschäftigen? Auf Branchenveranstaltungen, darunter die ProWein in Düsseldorf, hat die Redaktion von KÜCHE mit Branchenvertretern gesprochen. Dabei zeichneten sich mehrere Entwicklungen ab – von alkoholfreien Weinen bis hin zu neuen Aperitifkonzepten.

Alkoholfreie Weine gewinnen an Bedeutung, Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Thema und auch bei klassischen Kategorien verändern sich die Vorlieben der Gäste. Gleichzeitig suchen Gastronomen nach Angeboten, die Qualität, Wirtschaftlichkeit und ein klares Profil miteinander verbinden.

Alkoholfreie Weine werden erwachsen
Entalkoholisierte Weine entwickeln sich zunehmend zu hochwertigen Speisenbegleitern. Vor allem aromatisch starke Schaumweine und Rieslinge ohne Alkohol werden verstärkt im Fine Dining eingesetzt. Damit wächst die Bedeutung alkoholfreier Alternativen über den klassischen Aperitif hinaus.

Crémant als Alternative zu Champagner
Im Schaumweinsegment rückt Crémant stärker in den Fokus. Gäste suchen Qualität ohne Prestigeaufschlag. Die traditionelle Flaschengärung, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und eine hohe Kalkulationssicherheit machen die Kategorie für gastronomische Betriebe interessant.

Chardonnay gewinnt an Bedeutung
Auf vielen Weinkarten könnte Chardonnay künftig häufiger vertreten sein. Die Rebsorte gilt als vielseitig, klimastabiler und lässt sich Gästen unkompliziert vermitteln. Damit entspricht sie den Anforderungen moderner Gastronomiekonzepte.

Kabinett erlebt Comeback
Weine mit feiner Restsüße gewinnen wieder an Aufmerksamkeit. Kabinett harmoniert mit asiatischen Gerichten, würzigen Soßen oder Fisch und spricht sowohl Einsteiger als auch erfahrene Weintrinker an.

Rosé als Speisenbegleiter
Rosé löst sich zunehmend vom Image des reinen Sommerweins. Leichte und elegante Vertreter werden verstärkt als vielseitige Speisenbegleiter wahrgenommen und ganzjährig eingesetzt.

Nachhaltigkeit sichtbar machen
Pilzwiderstandsfähige Rebsorten, sogenannte Piwis, bleiben ein wichtiges Thema. Sie reduzieren den Pflanzenschutzaufwand und bieten Betrieben die Möglichkeit, Nachhaltigkeit auf der Getränkekarte sichtbar zu machen.

Spanien jenseits von Tempranillo
Neben Tempranillo rücken weitere spanische Rebsorten in den Fokus. Monastrell, Xarel·lo und Sumoll sorgen für mehr Vielfalt und neue Geschmacksprofile auf der Weinkarte.

Asolo DOCG wertet den Aperitiv auf
Im Aperitifsegment gewinnt Asolo DOCG an Aufmerksamkeit. Der Prosecco gilt als trockener, hochwertiger und zugleich zugänglicher Vertreter seiner Kategorie.

Neue Spritz-Varianten sorgen für Impulse
Auch bei Aperitifs wächst die Vielfalt. Spritz-Varianten mit Bergamotte, Grapefruit oder Veilchen schaffen Aufmerksamkeit und lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand auf die Getränkekarte bringen.

Quelle: www.magazin-kueche.de