Bio-Anteil in Kantinen des Bundes soll erhöht werden

Tierwohl, fairer Handel und Bio-Lebensmittel: Im Rahmen eines Maßnahmenplans setzt der Bund auf mehr Nachhaltigkeit. Foto: Stadtratte/iStock/Getty Images
Redaktion08.11.2021MAGAZIN | Konzepte | Küchenmanagement | AKTUELLES | News

Das Kabinett hat die Weiterentwicklung eines Maßnahmenprogramms für mehr Nachhaltigkeit in Verwaltungsbereichen beschlossen. Eine Maßnahme umfasst einen höheren Bio-Lebensmittelanteil in Bundeskantinen. Ernährungsministerin Julia Klöckner betont dabei die Vorbild- und Multiplikatorenfunktion des Bundes.

In einer Sitzung Ende August hat das Bundeskabinett die Weiterentwicklung des Maßnahmenprogramms "Nachhaltigkeit konkret im Verwaltungshandeln umsetzen" beschlossen. Das Programm gilt für alle Behörden und Einrichtungen der Bundesverwaltung und gibt konkrete Handlungsanweisungen vor, um in verschiedenen Bereichen mehr Nachhaltigkeit einzuführen.

Für den Bereich Kantinen und Gemeinschaftsverpflegung hat die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, dabei folgende Maßnahmen vorgesehen:

  • Der Anteil von Bio-Lebensmitteln wird bis 2025 auf 20 Prozent erhöht.
  • Kaffee, Tee, Kakao, Kakaoprodukte und Bananen sind spätestens bis Ende 2025 ausschließlich aus nachhaltigem Anbau und fairem Handel zu beziehen (Kaffee kommt in den Kantinen des Bundeslandwirtschaftsministeriums bereits zu 100 Prozent aus fairem Handel).
  • Fleisch soll möglichst aus besonders tierschutzgerechter Nutztierhaltung stammen und Fisch aus nachhaltiger und bestandserhaltender Fischerei oder nachhaltig betriebener Aquakultur.
  • Bis Ende 2022 werden zudem konkrete Nachhaltigkeitsanforderungen für Kantinen entwickelt.

Julia Klöckner betont: „Als Bund setzen wir auf mehr Bio, mehr Tierwohl und fairen Handel. Wir wollen damit auch Vorbild sein für die Wirtschaft. Gleichzeitig wollen wir zeigen, wie mehr Nachhaltigkeit und Bio-Lebensmittel bezahlbar für alle angeboten werden können.“

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