Im Restaurant „Fräulein Anna“ im Hotel Falter setzt Küchenchef und Gastgeber Marinus Falter künftig verstärkt auf Gerichte nach ketogenen beziehungsweise Low-Carb-Prinzipien. Eine komplette Seite der neuen Speisekarte widmet sich dieser Ernährungsform.
Hinter dem Konzept steht die persönliche Erfahrung des Hoteliers mit ketogener Ernährung. Nach eigenen Angaben habe Falter dadurch rund 30 Kilo abgenommen. „Die Ernährungsform hat mir so viel mehr Energie beschert – ich habe mich plötzlich richtig gut gefühlt, war wacher, hatte mehr Ausdauer“, beschreibt er seine Erfahrung.
Low-Carb-Angebote als Bestandteil der neuen Karte
Mit der eigens entwickelten Keto-Karte greift das Restaurant den Trend zu Low-Carb-Ernährung auf und bietet Gästen entsprechende Gerichte ohne individuelle Anpassungen an.
Zu den Angeboten zählt unter anderem ein Ketoburger aus regionalem Rindfleisch mit zuckerfreiem Ketchup und Salat mit Stevia-Dressing. Das glutenfreie Brötchen stammt laut Hotel von Matthias Hofmann, der auf Low-Carb-Backwaren spezialisiert ist.
Das Restaurant „Fräulein Anna“ gehört zum familiengeführten Hotel Falter in Drachselsried im Bayerischen Wald. Das Haus hatte nach eigenen Angaben im Winter 2024/25 seinen Gastro- und Barbereich umgestaltet.
Hotel meldet steigende Buchungszahlen
Nach Angaben des Hotels stiegen die Anfragen im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent, die Buchungen um ein Drittel. Auch der Umsatz im Zeitraum Januar bis August 2025 lag laut Unternehmen rund 25 Prozent über dem Vorjahreswert.
„Wir wollten mit dem Umbau ein starkes Zeichen setzen – für unsere Gäste, aber auch für mehr Nachhaltigkeit und Kreativität in der Branche“, erklärt Geschäftsführer Marinus Falter, der das Haus gemeinsam mit Ehefrau Theresa Falter in dritter Generation führt.
Die Neugestaltung entstand gemeinsam mit Innenarchitekt Manuel Körner vom Studio Pixel+Punkt. Dabei kamen unter anderem recycelte Materialien zum Einsatz, darunter alte Ziegelsteine, Snaredrums als Leuchten sowie Teppichboden aus Restbeständen.
„Die Nachhaltigkeit war kein dekoratives Beiwerk, sondern zentrales Gestaltungselement“, erklärte Körner zu dem Projekt.
Wenige Wochen nach Abschluss der Renovierung verstarb der Architekt im Alter von 41 Jahren. „Wir waren zutiefst geschockt“, so Marinus Falter. „Der Schicksalsschlag überschattete die Freude über das fertige Projekt. Inzwischen ist es für uns allerdings umso wertvoller – es ist das letzte Vermächtnis eines wirklich großartigen Architekten mit tollen, kreativen Ideen.“
Quelle: www.falter-hotel.de