NACHGEFRAGT: Digitales Filtermanagement in der Praxis

Marc-Pierre Jung ist Sales Manager Digital Solutions DACH bei BRITA Professional Filter.
Marc-Pierre Jung ist Sales Manager Digital Solutions DACH bei BRITA Professional Filter. In dieser Funktion beschäftigt er sich mit der Weiterentwicklung und dem Einsatz des digitalen Filtermanagements BRITA iQ. Foto: © BRITA
Redaktion 25.09.2026 MAGAZIN  |  Konzepte

Digitale Lösungen sollen das Management professioneller Wasserfilter transparenter und Serviceeinsätze besser planbar machen. Marc-Pierre Jung, Sales Manager Digital Solutions DACH bei BRITA Professional Filter, erläutert, wie digitales Filtermanagement in der Praxis funktioniert und welchen Nutzen es für Betreiber und Servicepartner haben kann

Was brauche ich konkret, um meine Wasserfilter digital zu managen – und was passiert dann im Hintergrund?

MARC-PIERRE JUNG: Idealerweise beginnt es mit einem Servicepartner, der von uns auf die iQ Lösungen geschult ist. Und dann brauche ich drei entscheidende Dinge, um das Wissen umsetzen zu können. Eine unserer iQ Lösungen – also das Durchfluss-Messgerät iQ Meter oder den intelligenten PURITY C iQ Filterkopf – einen professionellen Filter und ein internetfähiges Endgerät. Über letzteres ist das iQ Portal zugänglich. Nach meiner Anmeldung im Portal kann ich dort meine iQ Lösungen registrieren.

Für den PURITY C iQ Filterkopf brauche ich zudem noch eine Steckdose. Dann habe ich alle Voraussetzungen um „iQ-ready“ zu sein.

Im Hintergrund verbinden sich die iQ Lösungen entweder automatisch oder durch manuelle Konfiguration mit dem cloudbasierten iQ Portal und senden gemessene Verbrauchs- und Kapazitätsdaten. Somit bin ich von überall her in der Lage, alle installierten Filter im Blick zu behalten.

Warum ist digitales Filtermanagement für Betreiber, Servicepartner und Ketten heute mehr als ein „Nice-to-have“?

MARC-PIERRE JUNG: Weil digitales Filtermanagement heute ganz konkrete betriebliche Vorteile schafft. Betreiber und Servicepartner erhalten Transparenz über alle installierten Filtersysteme – auch über mehrere Standorte hinweg. Anstehende Filterwechsel werden frühzeitig sichtbar, Serviceeinsätze lassen sich vorausschauender planen und unnötige Schnellschüsse durch unvorhergesehene Störungsfälle vermeiden.

Hinzu kommt: Das Risiko wasserbedingter Maschinenstörungen und Ausfallzeiten sinkt, während eine konstant hohe Wasser- und Getränkequalität gesichert werden kann. Gerade im Tagesgeschäft entlastet das Service- und Technikteams spürbar. Damit ist digitales Filtermanagement heute ein relevanter Baustein für Effizienz, Qualität und Betriebssicherheit.

Viele Betriebe fragen bei Neuanschaffungen natürlich nach den Kosten. Wie lässt sich das digitale Filtermanagement wirtschaftlich einordnen?

MARC-PIERRE JUNG: Ich würde die Frage gerne in einen größeren wirtschaftlichen Zusammenhang stellen. Gerade vor dem Hintergrund hoher Lohnkosten und knapper personeller Ressourcen ist entscheidend, wie effizient Serviceprozesse organisiert werden können.

Wenn sich mit unseren iQ Lösungen unnötige Serviceeinsätze vermeiden lassen, stehen den einmaligen Investitionen langfristige Einsparungen gegenüber. Gleichzeitig profitieren Anwender von einer konstanteren Produktqualität und weniger wasserbedingten Maschinenausfällen. Das reduziert nicht nur Reparaturkosten, sondern auch mögliche Umsatzeinbußen durch nicht verfügbare Geräte – und wirkt sich damit ganz nebenbei auch positiv auf das Image des Betriebes aus.

Ein weiterer Vorteil ist die bessere Planbarkeit: Filterwechsel erfolgen bedarfsgerecht statt nach starren Intervallen. Das macht Abläufe effizienter, erhöht die Investitionssicherheit und hilft dabei, Ausfallzeiten sowie Folgekosten zu reduzieren.

Wichtig ist zudem: Für das Portal fallen keine monatlichen Zusatzkosten an. Mit dem Kauf der iQ Lösungen sind Cloud-Nutzung und ein mehrjähriges Datenpaket bereits enthalten. Entscheidend ist aus unserer Sicht deshalb nicht die kurzfristige Mehrinvestition, sondern der langfristige Nutzen durch mehr Transparenz, bessere Planbarkeit und höhere Betriebssicherheit.

Das Interview wurde von BRITA Professional Filter zur Verfügung gestellt und von der Redaktion gekürzt.

Quelle: www.brita.de