Die (Erd-)Beeren sind los: Sechs Fakten zur roten Leckerei

Gesunde Erfrischung im Sommer: Zwischen Mai und Juli genießen die Deutschen mit Vorliebe die köstlichen roten Beeren. Foto: Pixabay
Anna Häuser05.06.2019Kochkunst | AKTUELLES

Ob auf dem Kuchen, im Eisbecher oder aber zum Sekt – Erdbeeren gehören zum Sommer wie die Plätzchen zum Winter! Die knallroten Beeren mit ihrem einzigartigen Geschmack sind bei den Deutschen überaus beliebt. Doch was hat es überhaupt mit dem leckeren kleinen Vitaminwunder auf sich? Warum ist die Erdbeere eigentlich keine Frucht? Wo werden die meisten Erdbeeren angebaut? Und was verbirgt sich hinter der weißen Erdbeere? Wir haben sechs spannende Fakten zum erfrischenden Sommer-Snack gesammelt.

 

1) Nordrhein-Westfalen ist Erdbeerbundesland Nummer 1. Laut Statistischem Bundesamt ist es mit einer Erntemenge von über 35.000 Tonnen im Jahr 2018 absoluter Spitzenreiter. Bundesweit wurden über 141.000 Tonnen Erdbeeren geerntet.

 

2) Pro Jahr isst jeder Deutsche im Schnitt drei Kilogramm Erdbeeren. Das hat die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) ermittelt. Insgesamt verzehrt jeder Bundesbürger rund 69 Kilogramm frisches Obst. Zum Vergleich: Davon sind 21 Kilo Äpfel und zwölf Kilo Bananen.

 

3) Die Erdbeere ist streng genommen gar keine Frucht. Sie ist botanisch gesehen eine Nuss. Die kleinen gelben Punkte sind die eigentlichen Früchte, die sogenannten Nüsschen, wobei das rote Fleisch im Grunde eine verdickte Blütenachse ist.

 

4) Die meisten Erdbeersorten tragen nur einmal im Jahr Früchte. Die Erntezeit liegt dabei je nach Sorte zwischen Mai und Juli. Inzwischen gibt es über tausend verschiedene Erdbeersorten.

 

5) Die Erdbeere ist ein ausgesprochen gesunder Snack. Die rote Leckerei ist nicht nur reich an Vitamin C, B1, B2, B6 und Karotin, sondern besteht auch zu einem großen Teil aus Wasser. Pro hundert Gramm haben Erdbeeren nur etwa 35 Kalorien. Im Vergleich dazu haben Äpfel 53, Bananen sogar knapp 90 Kalorien pro 100 Gramm.

 

6) Schon mal was von der weißen Erdbeere gehört? „Die weiße Erdbeere ist ein Nachtschattengewächs“, erklärt VKD-Vizepräsident Richard Beck. „Da die Erdbeere in vollkommener Dunkelheit wächst und somit keiner UV-Strahlung ausgesetzt ist, bildet sich kein roter Farbstoff.“ Dieser Exot ist besonders in der in der Pâtisserie und bei hochwertigen Desserts beliebt. Für die gesunde Küche ist die weiße Erdbeere aber nicht gut geeignet. „Durch die Aufzucht im Dunklen ist sie zwar ein Hingucker, der weißen Erdbeere fehlen im Vergleich zu ihrer roten Schwester aber einige Vitamine“, erläutert Richard Beck.